Einen Tag zu Fuß durch die Kaiserwelt

Einen Tag zu Fuß durch die Kaiserwelt

Was nach einer Marathonwanderung klingt, ist bei genauem Hinsehen auch für Genusswanderer möglich. Durch die Bergbahnen der Skiwelt kann die Tour nämlich bequem abgekürzt werden.

Foto: GPHOTO / Martin Gugenberger 

Über den Skiwelt Panoramaweg
Der Skiwelt Panoramaweg führt von Hochsöll über 20 leichte Wander-Kilometer zum Astbergsee und dem Kaiserkino. Wer will, kann auch kürzere Varianten wählen und die Sommerbergbahnen Wilder Kaiser – Brixental für den Auf- oder Abstieg benützen.

Mit leuchtenden Augen stehen wir im Tal und blicken sehnsüchtig nach oben. Dort thront sie, die Hohe Salve, mit ihren 1828 Metern von unten im Tal nicht zu übersehen. Doch unser Ziel ist heute nicht der imposante Gipfel über unseren Köpfen, sondern der Astberg, der mit seinem gleichnamigen See rund 20 Wanderkilometer von uns entfernt in der wunderschönen Naturlandschaft der Skiwelt liegt. Das Gute daran ist, dass wir mit den Bergbahnen der Skiwelt unsere Wanderung abkürzen können und so bequem und ohne große Sorgen, die Tour nicht zu schaffen, in Söll starten können.
So nehmen wir gleich zum Start die Hexenwasser-Gondelbahn, die uns im Nu nach Hochsöll bringt. Von dort an ist vorerst Muskelkraft angesagt. Sanft schlängelt sich der Forstweg am Filzalmsee vorbei bis zum Alpengasthof Jochstube. Das am See gelegene Gasthaus ist der ideale Platz für unsere erste Rast. Mit einem schönen Rundblick über die Berglandschaft tanken wir bei einer Brettljause Energie und lassen die Füße in das frische Quellwasser hängen. Wer will, kann von hier noch einen kurzen Abstecher zur Tanzbodenalm unternehmen – Kaiser-Bergpanorama inklusive – wir beschließen aber den Panoramaweg Richtung Astberg weiterzugehen.
Zum Bergsteigergrab
Das Grab ist die letzte Ruhestätte vom »Wieser Much«, der sie eigenhändig aus dem Fels geschlagen haben soll. Von der Wochenbrunneralm führt der Weg über die Gaudeaumshütte hoch zum Baumgartenköpfl, das direkt neben dem Grab liegt. Die Tour ist bei Sonnenaufgang empfehlenswert, dann erwacht die Natur as ihrem Schlaf und der Tag begrüßt die Wanderer mit einem herrlichen Panorama.
Die Kühe grasen friedlich auf den grünen Almen, Bächlein suchen sich ihren Weg ins Tal und der Ausblick Richtung Alpenhauptkamm ist an dem schönen Tag einfach atemberaubend. Immer wieder geben uns kurze Waldpassagen angenehm Schatten. So kommen wir schneller als erwartet unserem Ziel näher. Natürlich können Wanderer die 20 Kilometer auch abkürzen und von jedem der vier Kaiserorte Ellmau, Going, Scheffau und Söll in die Tour einsteigen. Mit der Bergbahn- Erlebnis-Card sind die Bergbahnen zudem unbegrenzt benutzbar.
Der Tag neigt sich für uns langsam dem Ende zu und unsere Beine machen sich langsam aber sicher bemerkbar. Gott sei Dank gibt es auf der Tour genug Einkehrmöglichkeiten, wo uns regionale Schmankerl und Köstlichkeiten aus der Tiroler Küche serviert werden. Jetzt ist es aber nicht mehr weit. Ein kurzer Anstieg noch und wir stehen vor dem Speicherteich am Astberg. Es begrüßt uns ein herrliches Panorama über das komplette Kaiser-Massiv. Mit offenem Mund stehen wir hier oben und erleben das Kaiser-Kino erste Reihe fußfrei. Die Sonne verschwindet Stück für Stück hinter dem Horizont und lässt die schroffen Felswände in eine sanftes Abendrot tauchen. Der Tag geht zu Ende und wir gehen zu Fuß in Richtung Tal. Unten angekommen bringt uns der Kaiserjet wieder bequem zurück nach Söll, wo wir in der Früh gestartet sind.
Die Pölven-Überschreitung Die Überschreitung ist mit 1200 Höhenmetern und leicht ausgesetzten Stellen eine Tour für fortgeschrittene Wanderer. Der Weg führt zunächst leicht über den Pölven Rundweg hoch Richtung Lengauer Steig, der steil und ausgesetzt ist und Klettersteig- charakter aufweist. Vom großen Pölven geht es über den höchsten Punkt am Mittagskogel und den kleinen Pölven zurück in das Tal.
Zum Juffinger Jöchl Der Sunnseitweg wird nicht von ungefähr so genannt. Südseitig gelegen scheint hier die Sonne bis spät am Abend. Das Gasthof Stallhäusl ist eine gut gelegene Einkehrmöglichkeit. Die letzten Meter zum Juffinger Jöchl sind etwas steiler, der Rest des Anstiegs ist pures Genusswandern.

Tourismusverband Wilder Kaiser 
Dorf 35
6352 Ellmau
T +43 50509
M ffice@wilderkaiser.info
W www.wilderkaiser.info

Tiroler Bergmomente

Tiroler Bergmomente

Gerade in der Hotellerie und Gastronomie ist es wichtig, seine Gäste mit dem Ambiente zu fesseln und mit außergewöhnlichen Wandbildern in Erinnerung zu bleiben. Wer für seine Wände also etwas anderes als faden Möbelhaus-Charme oder Einheitsbrei sucht, der wird bei der einzigartigen Foto-Auswahl von bergfoto.tirol ganz sicher fündig werden. Die Hôtelièren des St. Georgs und Pramstrallers in Mayrhofen haben ihre Motive bereits.
Foto: GPHOTO / Martin Guggenberger
Hört man von Bilder- und Fotodrucken in erstklassiger Ausführung, so fallen einem gleich die Zillertaler Unternehmer Andy und Melanie Steindl ein. Mit ihrem Werbehandwerksbetrieb können die beiden bereits auf mehr als 20 Jahre Erfahrung als Druckerei zurückgreifen, mit dem Online-Shop bergfoto.tirol haben sie sich weit über die Grenzen des Tals einen Namen gemacht. »Wir drucken vor allem für die Hotellerie und Gastronomie vor Ort, für Hotelausstatter und Architekten, aber auch für heimische Fotografen und Künstler. Alle setzen höchste Ansprüche und Präzision für ihre Fotodrucke voraus und brauchen einen verlässlichen Partner«, beschreibt Andy Steindl. Den Partner haben sie im Zillertaler Unternehmerpaar gefunden, wie Fotograf Tom Klocker sagt: »Das schafft eben keine 08/15 Online-Druckerei.« Der »Rockstar« unter den Tiroler Berg- und Naturfotografen ist einer der Mitbegründer von bergfoto.tirol und zählt unglaubliche 215000 Follower zu seinen Fans. Auch die anderen Fotokünstler wie der Natur- und Tierfotograf Fabio Hain sowie Torsten Mühlbacher, Thomas Hoflacher, Christian Schipflinger, Domi Tauber, Hanspeter Leiter, Dominic Ebenbichler und Tom Pfister verstehen es, die Schönheit ihrer Zillertaler Heimat in ihrem unnachahmlichen Stil festzuhalten.

Einheimische setzen drauf

Das Bilderangebot im Shop wächst sozusagen täglich, in einem Jahr hat sich dieses sogar verdoppelt. Derzeit findet man dort bereits mehr als 1800 Bilder aus der Tiroler und Südtiroler Bergwelt, die ausgewählt und auf verschiedensten Materialien wie Holz, Acrylglas oder Leinwand versandkostenfrei bestellt werden können. Es werden zwar fixe Größen angeboten, allerdings sind die Steindls absolute Spezialisten und realisieren deshalb auch Kundenwünsche in jeder noch so kleinen oder großen Ausführung.
Die Qualität zu schätzen wissen auch die Hôtelièren der Betriebe St. Georg und Pramstraller in Mayrhofen. Bei ersterem erstreckt sich eine wunderschöne Bergkulisse von Tom Klockner über eine Wand des Hotels. »Wir haben hier im Zillertal eine atemberaubende Natur, die man oft nicht mehr so wahrnimmt, wenn man sie jeden Tag sieht«, beschreibt Liesa Pfister. »Daher haben wir uns für einen Druck, auf dem die Landschaft abgebildet ist, entschieden. Noch dazu ist Tom ein grandioser Fotograf mit gewaltigen Bildern und ein guter Freund von uns.« Auch Bettina Pramstraller vom gleich- namigen Hotel findet nur lobende Worte: »Wir haben damals die Rezeption neu gemacht und noch eine Dekoration gebraucht. Familie Steindl hat uns verschiedene Motive vorgeschlagen, uns hat der Steinbock am besten gefallen. Auch weil er im Wappen von Mayrhofen ist und somit besonders gut passt.« Ein gestochen scharfes Foto eines Steinbocks von Fabio Hein schmückt den Eingangsbereich des Hotels.

Kontakt:

HERR STEINDL GmbH
Kreuzlau 390b
A – 6290 Mayrhofen
T +43 (0)5285 65065
F +43 (0)5285 65065-25
M info@ bergfoto.tirol
W www. bergfoto.tirolFotograf

Neuer Genussplatz mit Weitblick

Neuer Genussplatz mit Weitblick

Die Umadum Stubn auf der Hohen Salve hat mit der Umadum Lounge Zuwachs bekommen. Eine aussichts- und genussreiche Terrasse im stylischen Altholz-Stil umgeben von unzähligen Dreitausendern gekrönt mit gehobener Kulinarik. Neu: Für die Kinder heißt es auf der Hohen Salve auf zum Klettern und zum Schatzsuchen beim neuen »Salvi’s Kraxxl Platzl«.
Foto: GPHOTO / Martin Guggenberger
Imposant ragt der Balkon der neuen Umadum Lounge in die sanfte Almlandschaft und bietet damit ein weiteres kulinarisches Freilufterlebnis auf einem der wohl schönsten Aussichtsberge Österreichs. »Unsere Umadum Stubn ist für viele unserer Gäste ein absolutes Highlight. Die traumhafte Aussicht auf über 70 Dreitausender trifft auf ein gemütliches Altholz-Ambiente und hochwertige Kulinarik. Diesen exklusiven Bereich mit Bedienung wollten wir ausdehnen«, erklärt Martin Ager vom Gipfelrestaurant. Der neu geschaffenen Freibereich, ist dank Fußbodenheizung Sommer wie Winter nutzbar ist. In der stylisch-gemütlichen Umadum Lounge erwartet die Gäste eine erweiterte Speise- und Getränkekarte auf hohem Niveau. Aus vorrangig heimischen Grundprodukten, wenn möglich von den umliegenden Bauern, werden abwechslungsreiche Gerichte, für kulinarische Highlights inmitten der Bergwelt kreiert.

Eine Hand zum Kraxxln

Es gibt eine Sage vom Salvenriesen und dem Markbachjochriesen, die sich gegenseitig Steine zuwarfen, bis sich der Salvenriese überschätze und mitsamt dem riesigen Fels, den er gerade werfen wollte, umfiel. Seit Jahren ist der versteinerte Kopf des Riesen nahe der Gipfelalm Hohe Salve zu sehen. Kinder klettern, toben darauf herum und erfreuen sich am Sandkasten im riesigen Mund. Seit Ende August ist nun auch die Hand des Riesen mitsamt dem Stein aufgetaucht. Kleine Abenteurer können sie mutig erkraxeln oder im im Inneren des Steins auf Schatzsuche gehen. Ein Riesenschmetterling, Trampoline und ein Kraxelbaum laden zusätzlich zum Spielen ein.
Bergrestaurant Hohe Salve Familie Ager Salvenberg 59 A – 6363 Westendorf T +43 (0)5335 2216 M info@hohe-salve.at W www.hohe-salve.at

Ein Rendezvous mit der Hexe

Ein Rendezvous mit der Hexe

Die weisen Damen mit Spitzhut haben alles auf den Kopf gestellt und das Hexenwasser mit ihren Besen ordentlich herausgeputzt.
Foto: Bergbahnen Söll
Es sind verhexte Zeiten, in die wir Mitte März dieses Jahres geraten sind. Doch in Söll ist die Zeit nicht stehengeblieben, im Gegenteil. Die Hexenwasser Hexen haben die Ruhe am Berg genutzt und ihr Zuhause, wie auch so mancher von euch, auf den Prüfstand gestellt. Die Gondelbahn haben sie größer gehext, der Hexentopf wurde zum Rabennest umgebaut und auch für sich selbst haben die Hexen ein neues Zuhause gefunden.  
Am Samstag, den 1. August, war es nun endlich soweit. Das Hexenwasser öffnete wieder seine geheimnisvollen Pforten und hat bis zum Saisonende am 26. Oktober 2020 mehr denn je zu bieten.
Die zwei Gondelbahnen Hexenwasser & Hohe Salve und der Sessellift Keat sind täglich von 9:00 Uhr bis 16:45 Uhr bis zum 26. Oktober 2020 geöffnet.
Die nagelneue, singende, klingende und erzählende 10er-Gondelbahn Hexenwasser (von Söll Talstation bis ins Hexenwasser) startet mit dem Sommerbetrieb. Tal- und Bergstation präsentieren sich frisch herausgeputzt. In jeder der 72 Gondeln findet sich eine ganz eigene Hexenwelt – die »Hexophonie«, und auf Schritt und Tritt spürt man:

»Etwas, nein, vieles ... ja fast alles ist ANDERS!«

Der Grund: Die Hexen sind mehr denn je die Gastgeber im Hexenwasser, kochen ihr Süppchen und wir alle dürfen es auslöffeln.
Es ist manchmal zum Verrücktwerden, aber wir haben’s so gewollt, das Gebiet von Söll ist nunmal seit jeher das Zuhause der Juffinger und der Saukogl Hexe. Nun ist es passiert, und wenn wir achtsam sind, bleiben die Hexen und teilen ihr Hexenwissen mit uns.
Was das zu bedeuten hat, darf jede/r He-xenwasser-Besucher/in für sich herausfinden: STAUNEN, BEGREIFEN, VERSTEHEN

Edelsteinsuche im Kaiserwald

Edelsteinsuche im Kaiserwald

Eine große Suche hat im Kaiserwald Scheffau begonnen, denn der alte, weise Kaiser hat die wertvollen Edelsteine seiner Krone verloren. Für kleine und große Abenteurer heißt es auf Entdeckungsreise gehen. Aber Vorsicht, es warten mannshohe Spinnennetze, große Gräben, eine geheimnisvolle Burg und vieles mehr im Kaiserwald, der neuen Attraktion der Bergbahn Scheffau.
Foto: Christian Daxenbichler
Es war der Salvenriese, das steht fest. Er wollte dem alten Kaiser den Weg versperren, doch so leicht lässt sich ein echter Kaiser nicht einschüchtern. Er hat sich tapfer geschlagen, bis ihm der Riese das Schwert entriss und in den Baumstumpf neben dem Weg rammte. Ja, und dort steckt es seither und glänzt in der Sonne. Der Baumstumpf mit dem Schwert ist die zweite Station der neuen Attraktion »Kaiserwald Scheffau«. Quer durch den Wald führt die Suche nach den sieben wertvollen Edelsteinen der Kaiserkrone, die der Kaiser auf der Suche nach einem Schatz verloren hat. »Der neue Kaiserwald Scheffau verbindet die Tiroler Naturlandschaft mit einer genussvollen, aussichtsreichen Wanderung und etlichen Stationen, an denen jede Menge Action, Spaß und Erlebnis wartet«, beschreibt Georg Mühlegger vom ausführenden Atelier arti das neue Highlight der Bergbahn Scheffau.

Kaiserblick und Wassergarten

Schon der Start des Weges gestaltet sich kaiserlich. Durch einen Bogen hindurch, vorbei an einer goldenen Krone, geht es tiefer in den Wald. An jeder Station erfährt man mehr über den Kaiser und seine abenteuerliche Schatzsuche. Aber nicht nur das. Wer aufmerksam ist, entdeckt auch die verlorenen Edelsteine und dicht daneben eine Stanzstation. »Hier können die Kinder als Beweis, dass sie einen der gesuchten Steine gefunden haben, ihren Sammelpass stanzen«, erklärt Andreas Haselsberger von der Bergbahn Scheffau. Dünne Baumstämme in Form einer Krone, die einen Kletterweg bilden, Balancierbalken, aussichtsreiche Baum-Podeste. Ein Waldturm am Wegesrand lädt mit Netzetagen ein, die goldene Krone zu erklimmen. Ein Baumkronen-Podest liefert einen Traumblick auf den Wilden Kaiser. Nass und erfrischend wird die Suche gegen Ende, wenn man den märchenhaften Wassergarten erreicht hat, bevor im Kaiserladen, als Belohnung für die gelungene Steinsuche, eine Überraschung wartet.

»Die turbulente Edelsteinsuche führt junge Abenteurer quer durch den Kaiserwald.«

Andreas Haselsberger, Bergbahn Scheffau

Bergbahn Scheffau GmbH & Co KG Schwarzach 2 6351 Scheffau am Wilden Kaiser T +43 5358 8153 F +43 5358 8181 M bergbahnen.scheffau@skiwelt.at W www.kaiserwelt.at

Gemietete Freiheit, Sternenhimmel inklusive

Gemietete Freiheit, Sternenhimmel inklusive

Die Welt entdecken. Bett, Küche & Co griffbereit und damit vollkommen unabhängig. Übernachten, wo das Herz sich öffnet. Besitzer von Campingbussen kennen dieses faszinierende Gefühl der Freiheit. Auto Bacher macht dieses Glück mit dem Toyota Crosscamp mietbar. Campen mit Sternenblick.
Verankerungen lösen, hochklappen und genießen. Eine warme Brise weht vorbei. Die Dämmerung macht langsam dem Dunkel der Nacht Platz. Minuten später werden die ersten Sterne sichtbar. Das Zirpen der Grillen erfüllt die Luft. Nächtlicher Luxus im »Himmelbett« des Toyota Crosscamp. Das Aufstelldach und die öffenbare Front ermöglichen einmalige Ausblicke und faszinierende Momente hoch über dem Boden mit den Sternen als Blickpunkt. »Das ist mit Sicherheit eines der Highlights unseres Toyota Cross-camp«, erklärt Lukas Bacher von Auto Bacher. Seit heuer führt das Autohaus mit Sitz in Hall und Uderns den vielseitigen Campingbus in ihrem Programm und seit August ist dieser darüber hinaus mietbar.

Freiluftküche

»Einen Crosscamp zum Mieten anzubieten, stand eigentlich gar nicht auf unserem Plan. Als wir aber immer häufiger gefragt wurden, ob die Möglichkeit besteht, einmal auf Probe zu campen, entwickelte sich dieses Angebot quasi von selbst«, so Lukas Bacher. Mitte August startete das Projekt mit vorerst einem Crosscamp, wobei für das kommende Frühjahr aufgrund der Nachfrage eine Ausweitung der Flotte geplant ist. Kein Wunder, denn die Unterkunft auf vier Rädern bietet alles, was das Camperherz begehrt, inklusive einer kompletten Küchenausstattung. Die Multifunktionsküche selbst ermöglicht einen besonderen Luxus, da sie kurzerhand in eine Outdoorkitchen verwandelt werden kann, für Kochvergnügen unter freiem Himmel.

Abenteuer für Vier

Wandelbar ist auch der hintere Camperbereich, der mit wenigen Handgriffen in ein zweites Doppelbett umbaubar ist, womit vier Personen bequem im Bus schlafen können. Die Standheizung ermöglicht dazu auch an kühleren Herbsttagen warmen Wohn- und Schlafkomfort. Aber Vorsicht, wer einmal von der Freiheit, die ein Crosscamp liefert, genascht hat, wird leicht süchtig, wie Lukas Bacher augenzwinkernd verrät. Und er muss es wissen, ist er doch selbst leidenschaftlicher Camper auf vier Rädern. »Es ist dieses Freiheitsgefühl, das mich am meisten fasziniert. Du bist auf Achse und hast deinen Schlafplatz immer dabei. Du entdeckst weitaus mehr, als wenn du in einem Hotel absteigst, und spürst Kilometer für Kilometer, Tag für Tag diesen Hauch des Abenteuers.« Wer bei dem gemieteten Abenteuertrip auf den Geschmack kommt und sich seinen persönlichen Crosscamp gönnen möchte, erhält den Mietpreis beim Kauf zurückerstattet. Die Mindestmietdauer beträgt drei Tage. Buchungen sind via E-Mail hall@bacher.cc oder telefonisch 05223/5811-0 möglich.

Jedes Projekt ist eine Herausforderung.

Man kennt sie als Holz- oder Metallkonstruktion, einige sind aufgrund ihrer Höhenlage ganzjährig vereist, andere wiederum kunstvoll verziert. Sehr selten jedoch sind – zumindest in unseren Breiten –Gipfelkreuze aus Stein. Ein solch rares Exemplar wurde unlängst im Rahmen eines aufsehenerregenden Fluges auf den 2.261 Meter hohen Gipfel der Seekarlspitze (Rofangebirge) in der Region Achensee transportiert. 2700 Kilogramm Granit, 2500 Kilogramm Beton und 700 Arbeitsstunden sind die eindrucksvollen Zahlen rund um das 3,3 Meter hohe Kreuz, das eine ganz besondere Entstehungsgeschichte hat.

»Der Crosscamp liefert ein ungeahntes Freiheitsgefühl auf vier Rädern.«

Lukas Bacher, Auto Bacher

Auto Bacher GmbH Zillertalstraße 8 A-6271 Uderns im Zillertal T +43 5288/6770-0 M uderns@bacher.cc W www.autobacher.com
Vermietungsadresse: Salzburgerstraße 60 A-6060 Hall in Tirol T +43 5223/5811-0 M hall@bacher.cc

From farm to table

From farm to table

Hochlandrinder, Schafe, Hühner und Bienen, der Lindhof in Thiersee inmitten der Tiroler Bergwelt sprüht vor Leben, während Obstbäume, Gemüsebeete und Kräuter einen Ort der Ruhe inszenieren. Ein Kraftplatz, dessen Schätze im Stadthotel Alpenrose Kufstein und European Ayurveda Resort Sonnhof in exquisite Kulinarik verwandelt werden. Genuss trifft Regionalität und gelebte Landwirtschaft.

»Unser Herzenswunsch: dass es den Gästen genauso schmeckt wie es dem Alpenrose-Team Spaß macht.«

Stephan Mauracher, Stadthotel Alpenrose Kufstein

Bereits als kleiner Bub war Stephan Mauracher, Gastgeber im Stadthotel Alpenrose Kufstein, am liebsten bei den Tieren im Stall oder am Traktor. Intensive Erfahrungen, die er heute mit Leidenschaft in den familieneigenen Lindhof einbringt. Die Herkunft der Produkte, der Umgang mit den Tieren stehen für ihn im Mittelpunkt. Qualität und Regionalität, die er mit seinen Gästen im Stadthotel Alpenrose genauso teilt wie das Alpenroseteam Stephans Philosophie. So fährt Küchenchef Markus Heimann, ausgezeichnet mit zwei Hauben des Gault & Millau, regelmäßig selbst zum Lindhof, um nach den Tieren zusehen und den optimalen Erntezeitpunkt für Obst und Gemüse sicherzustellen. Dieser Einsatz des Alpenroseteams wurde 2019 sogar mit der Wahl zum Bezirkssieger von »Bewusst Tirol« gewürdigt.

Außergewöhnlich speisen

Besondere Augenblicke liefert das ALPENROSE SHARING, bei dem Gaumenfreuden in der Tischmitte platziert und Genussmomente dadurch multipliziert werden. Der Lindhof selbst wird für Events genutzt. Von der romantischen Wiesenhochzeit über das Seminar in der 150 Jahre alten Stube bis zum Ripperlabend im Stall. Restaurantleiter und Sommelier Christian Prack kümmert sich um das Wohl der Gäste, wählt stilsicher die richtige Begleitung für die exquisite Kulinarik.
ALPENrose Kufstein Weissachstraße 47 6330 Kufstein T +43 5372 621 22 M hotel@alpenrose-kufstein.at W www.alpenrose-kufstein.at

Kaiserliche Biketour

Kaiserliche Biketour

Der Wilde Kaiser ist seit jeher ein Mekka für Wanderer und Bergsteiger. Mountainbiker haben hier wenig zu suchen, was nicht heißt, das man ihn nicht mit dem Bike umrunden kann. Zwei Bikerinnen haben sich auf die Suche gemacht und eine Möglichkeit gefunden, den Kaiser in drei Tagen mit ihren Bikes zu umrunden, und haben viel gesehen und erlebt.
TEXT & Foto: Heiko Mandl
Für Mountainbiker ist das Fahren auf des Kaisers Forstwegen und Trails meist verboten. Die Einheimischen hüten ihr Juwel wie einen Goldschatz, seit 1963 stehen die Gipfel unter Naturschutz, was auch gut so ist. Was bleibt Bikern also übrig, als den grauen Riesen aus sicherer Entfernung zu bewundern, ihm so nah wie möglich zu kommen, ihn voller Ehrfurcht einzukreisen? Heute ein Kaiser – das wär’s! Und morgen gleich nochmals, und übermorgen erst recht. Bis er umzingelt ist.
Petra und Larissa haben an diesem Wochenende genau das vor. Drei Tage nehmen sich die beiden Bikerinnen Zeit, um den Wilden Kaiser zu umrunden. Drei Tage mit netten Trails und Hütten sollen es werden. Allein die Planung ist nicht leicht. Wie gesagt, die Kernzone des Wilden Kaisers ist für Biker tabu. Die drei Etappen dürfen nicht zu lang sein und möglichst wenig Tragestrecken beinhalten. Doch nach intensivem Studium von Landkarten haben sie eine vielversprechende Route zwischen Kitzbüheler Alpen und Chiemgauer Alpen gefunden.
Traumwochenende und Bergdoktor, wir kommen! Petra und Larissa können ihre Augen nicht von der grauen Eminenz lassen. Der Wilde Kaiser thront genau gegenüber und wird von den letzten Sonnenstrahlen des Tages illuminiert. Seine Schatten werden immer länger und modellieren die unzähligen Rinnen, Grate und Tobel der Wände immer stärker heraus.
Ein letztes Aufflackern, dann gleitet der rote Feuerball sanft in den Horizont hinein und schickt den Monarchen in Minutenschnelle in den Tiefschlaf. Zeit, selbst in die wohlverdiente Nachtruhe zu gehen. Denn der erste von drei Tagen im Bike-Sattel war lang, anstrengend und erlebnisreich.
Von Kufstein aus sind die beiden die vielen Serpentinen zum Brentenjoch getreten. Von 500 auf 1200 Meter Seehöhe führte die steile Schotterstraße hoch zum ersten Highlight der Tour. Als Belohnung wartete ein wunderschöner Tiefblick nach Kufstein mit Burg und Inn, der mitten durch die Stadt fließt.
Nach der Rast beim Weinbergerhaus nahmen Petra und Larissa den Rest der ersten Etappe in Angriff und fuhren über die Kaindlhütte rüber zur Walleralm. Mit langer Tragestrecke inklusive. Denn ganz ohne Widerstand lässt sich kein Kaiser erobern. Erst recht kein österreichischer. Heute morgen starten die beiden Freundinnen von ihrem Hotel in Söll schon ganz früh. Zwar stehen nur gute 30 Kilometer auf dem Tagesplan, doch zu Saisonbeginn sind die Beine noch nicht in Hochform. Und überhaupt, Stress soll an so einem Ladys-Wochenende nicht aufkommen, das hatte schon von Anfang an oberste Priorität.
Der erste Anstieg hoch zum Brandstadl fordert den beiden alles ab, immer wieder federn ihre Bikes unter dem noch unrunden Tritt ein. Ein Glück, dass zumindest die ersten Kilometer auf asphaltierter Straße bewältigt werden können. An den steilen Grashängen stehen die mächtigen Bauernhäuser wie Festungen, geschmückt mit Blumen und verziert mit Holzschindeln. Im Frühling trauen sich die Kühe wieder aus den Ställen und testen die ersten Grashalme auf ihre Qualität, das Läuten ihrer Glocken gibt den beiden den Takt für ihre Trittfrequenz vor. Über den Bromberg erreichen sie schließlich den Brandstadl. Ein idyllisch gelegener Speicherteich kommt nach den schweißtreibenden Metern auf den Gipfel gerade recht. »Schau mal, wen wir da haben«, ruft Petra. Und da steht er wieder, der alte Bekannte. Vis-à-vis mit dem Kaiser-Massiv lassen sie die Zeit verstreichen und kühlen ihre Waden in dem kalten Nass ab. Was jetzt noch kommt, ist nur noch reiner Abfahrtsspaß!
Auch der letzte Tourentag beginnt wie die vorangegangenen. Der Wilde Kaiser hat ihnen mittlerweile den Rücken gekehrt, doch seine Nordseite ist nicht weniger imposant als die Südwände, die viele Postkarten und Imagekataloge zieren.

»Wir kennen den Kaiser jetzt von allen Seiten. Zeit um ihn zu besteigen, aber ohne Rad.«

Petra Bernhard, Bikepro

Fleischbank, Ellmauer Tor und auch Stripsenjochhaus – exakt zwischen Wildem und Zahmem Kaiser gelegen – sind von hier aus gut zu erkennen. Für Biker sind diese Hot Spots der Alpinszene kein Thema.
Die Feldalm liegt am Ende eines langen Tales, das sich vom Walchsee Richtung Kaisergebirge zieht.

Keine Gondeln, kein Motorenlärm, nur die Geräusche der Natur begleiten die Alpenidylle. Bei einem Glas frischer Buttermilch und einem Apfelstrudel lassen es sich die beiden gut gehen.

Über die Gwirchtalm – mit einem kurzen und knackigen Anstieg – fahren die Freundinnen schließlich bis an das Ufer des Walchsees. Wie ein Alleinherrscher steht das Kaisergebirge inmitten sanfter Hügel und dunkler Wälder. Aber bald schon kennen sie ihn von allen Seiten. Also nehmen die beiden den letzten Anstieg der Tour zur Aschingeralm in Angriff. Der Tag biegt auch schon in die letzte Kurve ein, und so bleibt für sie nicht mehr viel Zeit, im letzten Tageslicht Kufstein zu erreichen. Und stets wacht der Wilde Kaiser über sie und passt auf, dass ihm niemand zu nahe kommt. Nicht mal die beiden Ladys.

Outdoor-Freak

Outdoor-Freak

Roman Rohrmoser ist im Zillertal aufgewachsen und hat die Berge dort zu seinem Spielplatz erkoren. Sommer wie Winter erklimmt er seine Berge, um sie mit den Skiern, Bike oder dem Paragleiter abzufahren bzw. zu fliegen. Dabei hat er seine Heimat immer mehr zu schätzen gelernt. Nach langen Reisen um die halbe Welt schöpft er die Kraft in seinen Bergen vor der Haustüre.
TEXT & Foto: Heiko Mandl & Andreas Mone Monsberger

Der Name Roman Rohrmoser ist im Zillertal ein Begriff. Der in Ramsau geborene Sportler ist durch seine Karriere im Freeriden bekannt geworden, hat auch im Schnee seine größten Erfolge erzielen können. Seine Sportlerkarriere begann wie bei so vielen in den Alpen als Skirennfahrer. Mit zwei Jahren zum ersten Mal auf den Skiern, gewann er bis in die Jugend unzählige Skirennen. Eine Karriere als ÖSV-Athlet war somit schon vorgegeben. Bis das Freeriden immer populärer wurde. Er wechselte von der Piste in den Tiefschnee und begann sich mit dem Thema genauer auseinanderzusetzen. Er fuhr bei der Freeride Rookie Tour und anschließend bei der Freeride World Tour mit. Er gehörte und gehört noch immer zu den besten Freeridern weltweit, die mit spektakulären Abfahrten immer wieder für Aufsehen sorgen. 

Heute lebt er seinen Sport noch immer mit großer Leidenschaft und steht für den Free-ridesport in der Region. Aber nicht nur im Winter, auch im Sommer ist Roman in den Bergen zu Hause. »Ursprünglich habe ich die Sportarten im Sommer als Training für den Winter genützt«, erinnert er sich. Doch aus dem Training entwickelt sich mit der Zeit die Leidenschaft für den Mountainbikesport in den Bergen des Zillertales. Auch er entdeckte schnell, dass die Abfahrt mit dem Bike genauso anstrengend sein kann wie Uphill und machte auch immer öfters die Trails unsicher.
Nachdem Roman Rohrmoser keine halben Sachen macht, hat er zudem die Ausbildung zum Bikeguide absolviert und zeigt immer wieder seinen Gästen die schönen Bikespots im Zillertal. Ob mit dem Bike oder mit dem E-Bike ist nebensächlich, Roman liebt es, mit beiden Varianten auf Fahrt zu gehen. Sein jährliches E-Bike-Camp im August ist zudem eines der Highlights im Sommer.

»Die Trails im Zillertal sind top. Mein Lieblingstrail ist der Wiesenalmtrail in Zell am Ziller.«

Roman Rohrmoser, Ski- und Bikepro

Die schönsten Momente erlebt er am Berg, alleine oder mit seinen Freunden. Die Zillertaler Alpen sind der ideale Spielplatz für seine Unternehmungen. Neben dem Biken gehört das Paragleiten zu seinen Leidenschaften im Sommer. Wenn er am Abend am Gipfel steht und in den Sonnenuntergang hinein fliegt, dann wird ihm wieder bewusst, dass er an einem der schönsten Plätze, die man sich vorstellen kann, leben darf. Durch seinen Sport hat er fast die ganze Welt bereisen und seine Freeride-Skier an den schönsten Wintersportorten durch den Tiefschnee treiben dürfen. Ein Job, der zwar schön ist, aber auch sehr zeitintensiv. »Der Sport, die Familie und mein Business, da bleibt nicht viel Zeit für viele andere Dinge«, so Rohrmoser. Dafür sind dann solche Momente am Berg, wenn die Ruhe einkehrt und er die Schönheit der Natur aufsaugen kann, umso wichtiger. Hier tankt er dann die Energie, die er für neue Projekte, Ideen und seine Reisen braucht. Ganz egal, ob auf den Skiern, mit dem Bike am Trail oder mit dem Paragleiter in der Luft.

Hike and Fly

Hike and Fly

Einmal Vogel spielen und durch die Lüfte segeln. Für Helmut und Julian ist das fast schon Alltag. Sie kennen mit ihren Paragleitschirmen die Region rund um das untere Inntal wie ihre eigene Westentasche. Das heutige Ziel ist die Seekarspitze am Achensee und natürlich der Flug von knapp über 2000 Metern bis zum Achensee.
TEXT: Heiko Mandl Foto: GPHOTO / Helmut Dersch

Ich durfte sie bei ihrem Abenteuer begleiten und in die Welt des Paragleitens reinschnuppern. Aber bevor es in die Luft geht, haben wir noch einen schweißtreibenden Anstieg vor uns. Unser Ziel für heute: Die Seekarspitze (2053 m) am nördlichen Westufer des Achensees und an der östlichen Begrenzung des Karwendels in Tirol. Wir starten kurz vor 9 Uhr und machen uns auf den Weg Richtung Gipfel. Die Wetterprognose sagt einen sehr heißen Tag mit herrlichem Westwind voraus. Ideal für den Flug vom Gipfel. Zudem wartet ein neues Gipfelkreuz auf uns, aus Granit soll es sein und imposant in der Höhe stehen.
Wir starten mit unseren Gleitschirmen am Rücken vom Wanderparkplatz aus und folgen einer steilen Forststraße der Beschilderung in Richtung Seekarspitze und der Seekaralm (1500 m). Die Abzweigung zur Gaisalm lassen wir links liegen und bewegen uns weiter nach oben. Die Straße ist teilweise relativ steil und wir gewinnen schnell an Höhe. Nach einigen Kehren haben wir das erste Mal einen wunderschönen Blick hinab auf den Achensee. Türkisblau glänzt er aus dem Tal zu uns empor. Die vielen Schiffe wirken hier wie Spielzeugboote, dazwischen erkennen wir den einen oder anderen Windsurfer. Etwas später, kurz vor der privaten Koglalm, sieht man mit der Seekarspitze bereits das Tagesziel und den breiten Rücken, über den wir ab der Seekaralm zum Gipfel aufsteigen werden. Kurz nach der Überquerung eines Bachbetts wechseln wir wieder nach links, von der Forststraße auf einen Pfad, der uns zur bewirtschafteten Seekaralm führt.
Es ist kurz vor zehn, doch die prognostizierte Hitze lässt uns bereits ordentlich schwitzen und wir stärken uns kurz mit einem kalten Radler. Aber das Ziel liegt ja noch 500 Meter oberhalb. Zeit um aufzubrechen und den letzten Teil unserer Wanderung zu meistern. Ab der Seekaralm folgen wir weiter der gut ersichtlichen Markierung. Der Pfad geht zunächst moderat bergauf und wird dann entlang des Bergrückens teilweise steil und ausgesetzt, kurze Passagen verlangen auch etwas Klettergeschick. Die Wegfindung ist durch Markierungen erleichtert, grundsätzlich bewegen wir uns aber direkt am Grat oder leicht rechts davon. Nach insgesamt zweieinhalb Stunden Gehzeit stehen wir schließlich am Gipfel und können uns in alle Himmelsrichtungen am Panorama sattsehen. Im Osten das Rofan, im Westen das Karwendel und unter den Füßen der herrlich blaue Achensee!

Die Aussicht am Gipfel ist sensationell, muss aber verdient werden. Auch für uns! Gerade der obere Teil ist sehr felsig und es gibt einige leichte Kletterstellen, für welche man trittsicher sein sollte. Wer hier hinauf will, der muss wissen, was er in den Bergen tut.
Das Gipfelkreuz ist schnell gefunden – leider können wir aber kein neues Kreuz entdecken. Aber nicht so schlimm, wir sind ja nicht wegen dem Kreuz hier, sondern wegen unserem bevorstehenden Flug ins Tal.
Wir genießen die Aussicht und unsere mitgebrachte Jause. Der Wind kommt deutlich schwächer als prognostiziert – aber dafür nicht rein aus westlicher Richtung. Nach der Stärkung machen wir uns auf einem kleinen, mit Latschen durchsetzten Wiesenstück startbereit. Wir breiten unsere Schirme aus und legen das Gurtzeug an.
Der Start gelingt problemlos, mit wenigen Schritten laufen wir die steile Westflanke des Berges hinab und in Sekunden sind wir »Airborne«. Vorsichtig suchen wir nach den ersten Thermiken und können uns über den Gipfel hocharbeiten. Uns tut sich ein traumhafter Blick auf die Leute am Berg, den Achensee und die umgebenden Berge auf. Die kühle Luft und die Gewissheit, nicht mehr zu Fuß den Berg wieder hinuntergehen zu müssen, zaubert uns ein Lächeln ins Gesicht und wir nutzen die Thermiken, um über eine Stunde zwischen Karwendel und Rofan zu fliegen.
Immer wieder rüttelt der Wind an unseren Schirmen und zeigt uns, dass ab einer Höhe von ca. 2.000 m aufwärts der Wind doch stärker wird und zunimmt. Mit etwa 2.600 m Höhe queren wir über das Tal zum Gipfel des Unnützs und statten dort den Gipfelstürmern einen kurzen Besuch ab, welche dort die Aussicht genießen.
Bald darauf entschließen wir uns zu landen. Direkt neben dem Auto haben wir wieder Kontakt mit dem Boden bzw. mit der frisch gemähten Wiese. Der Boden hat uns wieder und auch die inzwischen drückende Hitze lässt uns wieder den Schweiß aus den Poren treten, während wir unsere Ausrüstung zusammenpacken und wieder in den Rucksäcken verstauen. Etwas müde und ziemlich verschwitzt lassen wir die Tour bei einem kalten Weissbier ausklingen.
Aber da war doch noch was – wo war denn das neue Gipfelkreuz ?! Auch dieses Rätsel konnten wir mit Unterstützung einer ortsansässigen Kellnerin noch lösen: unsere Tour hat uns auf den Gipfel der Seekarspitze im Karwendel geführt. Wer aber das neue Gipfelkreuz sehen will – der muss die Seekarlspitze im gegenüberliegenden Rofan besuchen. Knapp daneben ist eben doch vorbei.