Skip to content

Weltmeisterlich Rad fahren

Die Bergheimat

Weltmeisterlich Rad fahren

Die Wilde Kaiserin

Weltmeisterlich Rad fahren

Die Wilde Kaiserin

Weltmeisterlich Rad fahren

Einmal Hölle und zurück. Stefan Kirchmair fährt noch einmal die Strecke der Rad-WM 2018 in Innsbruck für uns ab und schwärmt von den vielen Highlights. Das Inntal hat für Rennradfahrer bekanntlich viele Strecken parat. Außer bei der Höttinger Höll – da treibt es ihm und seinem Kumpel Chris den Schweiß auf die Stirn. Kein Wunder bei bis zu 25 % Steigung.
TEXT & Foto: Heiko Mandl
Stefan Kirchmair hat einiges erreicht in seiner radsportlichen Karriere. Zweimal gewann er den Ötztaler Radmarathon, viermal den im Tannheimer Tal, war österreichischer Meister im Radmarathon. Aber die Straßen-WM des Weltradsportverbands UCI? Immerhin fährt er an der Seite seines Radkollegen Chris über Teile der WM-Strecke. Die Strecke, seine Heimat, seine Stadt. Jede Kurve der WM-Strecke kann er aufzählen und war natürlich vor Ort, als die Profis durch Innsbruck rauschten. Jetzt aber rauscht erstmal ihm und Chris der Schweiß die Stirn hinab. Im Wiegetritt knechten sie ihre Renner die 25 Prozent steile »Höll« hinauf. Nach über 200 Kilometern im Sattel mussten die Profis 2018 den kurzen, harten Anstieg bewältigen, ehe sie über die Hungerburg Richtung Ziellinie jagten.
Zigtausende Fans waren nach Innsbruck, ins damalige Zentrum der Rennradwelt gereist. Doch die Stadt ist Besuchermassen gewohnt. Zahllose Touristen kommen Jahr für Jahr, um die berühmten Wahrzeichen wie das Goldene Dachl zu bestaunen. Auch der Sport gehört zur DNA der Stadt. Schließlich lässt sich der Trip ideal mit dem Aktivurlaub verbinden, auch für Rennradfahrer. Sie können direkt in die Berge Tirols starten. Das Umland von Innsbruck bietet meist hügeliges Terrain mit einigen Stichstraßen, die wie geschaffen für Sammler von Höhenmetern sind. Richtung Kufstein können Genussradfahrer bequem durch das Inntal rollen und die Tiroler Bergwelt vom Erdgeschoss aus genießen. Wer höher hinaus will, hat es nicht weit zu Alpenpässen wie Kühtai, Timmelsjoch oder auch dem Ktzbüheler Horn oder die Zillertaler Höhenstraße.

»In Innsbruck lässt es sich gut Rad fahren. Die Strecken nach Kufstein und Richtung Brenner sind einmalig schön.«

Stefan Kirchmair, ehem. Ötztaler Radmarathon-Sieger

Stefan Kirchmair war einst als Profi unterwegs. »Zuhause an der WM teilzunehmen wäre natürlich etwas Besonderes«, gesteht er. Doch den Sprung in ein Profiteam im Ausland schaffte Kirchmair nicht. Verletzungen und Pech machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Heute genießt er die Zeit auf dem Rennrad und betreut Hobbysportler. Jetzt steht er neben seinem Schützling Chris auf der Aussichtplattform vor der Hungerburg- Bergstation und blickt über Innsbruck. Im Hintergrund sticht die Skisprungschanze aus dem Stadtbild heraus, darüber strecken sich die Stubaier Alpen in den Himmel. Bevor die beiden Sportler den WM-Streckenteil südlich von Innsbruck unter die Räder nehmen, legen sie einen Abstecher ins Zentrum der Stadt ein.
Doch vor dem Goldenen Dachl einen ruhigen Platz für die Kaffeepause zu finden, scheint beinahe unmöglich. Touristen über Touristen drängen auf der Suche nach der nächsten Sehenswürdigkeit durch die Gassen. Wer dem Trubel entfliehen möchte, sollte per Rennrad das Inntal erkunden«, empfiehlt Stefan. Es verbindet Innsbruck mit Kufstein und bildet einen Gegenpol zum Treiben in der Stadt. Je nach Kondition können Rennradfahrer viele Anstiege mitnehmen.
In der Stadt hat es für die beiden Sportler doch noch mit Kaffee und Kuchen geklappt. Gestärkt sausen sie Richtung Gnadenwald, das auf gut 860 Metern liegt. Doch vorher muss noch ein Zielsprint her, bevor die Tour eigentlich begonnen hat. »Hier liegt die WM-Ziellinie«, erklärt er. Für die Profis ging es 2018 von Kufstein durchs Inntal kommend sieben Mal vorbei am Schloss Ambrass Richtung Aldrans, ehe das Finale über die Höll wartete. Das haben die beiden schon hinter sich. Jetzt heißt Kufstein ihr Ziel. Sie werden durch Wiesen und Wälder rauschen. Sie werden die mit Blumen verzierten Bauernhäuser bewundern, die Kühe beim Grasen beobachten und bei manchem Anstieg ins Schwitzen kommen. Denn in und um Innsbruck wartet ein Paradies auf Rennradfahrer. Nicht nur während der Weltmeisterschaften.

Share

Share on facebook
Facebook
Share on email
Email
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on print
Print

Share

Share on facebook
Facebook
Share on email
Email
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on print
Print