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Durch den Kaiser

Die Bergheimat

Durch den Kaiser

Die Wilde Kaiserin

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Die Wilde Kaiserin

Durch den Kaiser

Die Runde unter den Felswänden des Wilden Kaisers ist bis auf das Stück über den Jubiläumssteig und Teile hoch zur Goinger Halt relativ leicht zu begehen. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte diese Passage nur mit Vorsicht gehen. Höhepunkt der Tour ist die Hintere Goinger Halt, die vom Kübelkar aus leicht zu begehen ist.
TEXT & Foto: Heiko Mandl
Ausgangspunkt der Tour ist die Wochenbrunneralm (1087 m). Sie ist von Ellmau aus leicht über die Mautstraße zu erreichen. Vom Parkplatz aus geht man zunächst über freie Flächen bergauf und erreicht schließlich einen Wald, den man auf dem markierten Pfad durchquert. Schließlich wird der Wald lichter und ab einer Höhe von ca. 1.300 Metern ist die Baumgrenze erreicht. Weiter führt der Weg über eine große Schotterhalde bergauf. Nach kurzer Zeit kommt man schließlich auf einen Sattel und kann Richtung Osten schon den Gruttenkopf (1584 m) gut sehen. Der Weg führt beim Gruttenkopf vorbei weiter und wird flacher. Man kann dann schon die Gruttenhütte gut erkennen. Man folgt dem Pfad, der flach direkt zur Hütte führt. Die Hütte ist auch Ausgangspunkt für einige Tourenvarianten, zum Beispiel hoch zur Ellmauer Halt oder zum Kopftörl. Die Hütte wurde 1899 erbaut und am 14. Juli 1900 eröffnet. Schon bald darauf wurde die Hütte durch eine Veranda und einen Stall erweitert. 1925 in-stallierte der damalige Hüttenwirt einen Steig Richtung Ellmauer Tor, den heutigen Jubiläumssteig. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Hütte geschlossen und nach der Grenzöffnung wieder in Stand gesetzt. Bis heute wurde die Gruttenhütte immer wieder modernisiert und umgebaut und ist ein beliebtes Wanderziel.
Richtung Gaudeamushütte gibt es zwei Wegvarianten, entweder über das Klamml nach Osten oder über den darüber liegenden Jubiläumssteig in das Kübelkar, das bergauf Richtung Ellmauer Tor führt. Der erste Eindruck trügt noch, geht es anfangs relativ flach Richtung Nordosten. Aber schon bald geht es kurz bergab und dann klettert man über Eisenleitern steil bergauf. Danach geht es mehrmals bergauf und bergab und schließlich kommt man zu einem Felsschlurf, den man passiert, um anschließend einige kurze gesicherte Passagen zu klettern. Schließlich wird der Weg wieder technisch einfacher und man erreicht eine Wegverzweigung, die unter einer Felswand liegt.
Nach oben geht es Richtung Gipfel. Nach der ersten Querung kommt am Ende ein drahtseilgesicherter Übergang, der ein wenig ausgesetzt ist, technisch aber leicht zu bewältigen ist. Hinter der Felsstufe tut sich der direkte Blick zum höchsten Punkt des Kars auf. Die grüne Vegetation hat sich spätestens hier verabschiedet und man geht über zum Teil sehr loses Geröll – Achtung Rutschgefahr – weiter bergauf. Die letzten Serpentinen ziehen sich fast gänzlich durch die gesamte Karbreite und gegen Ende hin wird der Weg auch noch etwas steiler. Zum Teil können sich hier auch noch Schneereste befinden, die durch Lawinen und Einwehungen fast den ganzen Sommer über liegen bleiben. Nach drei Stunden Aufstieg erreicht man schließlich das Ellmauer Tor. Oben angekommen wirkt das Zwischenziel der Tour unspektakulär, gibt es hier keine Gipfel, sondern es geht auf der anderen Seite wieder bergab Richtung Stripsenjochhaus. Spektakulärer ist der Ausblick nach Süden und auf die Felsen der Fleischbank, die einige der bekanntesten Kletterrouten des Wilden Kaisers beherbergen. Wenn man genau hinsieht kann man die bunten Hosen der Kletterer in der Wand erkennen.
Doch das eigentliche Ziel liegt noch ein paar Stockwerke über uns. Die Hintere Goinger Halt ist zwar einer der leichteren Gipfel im Wilden Kaiser, doch Trittsicherheit ist bei dem steinigen Anstieg dennoch gefragt. Zuerst geht es über felsiges Gelände zur Anstiegskante und dann weiter über einen Schotterhang querend zur »Schlüsselstelle« des letzten Teiles, einer gesicherten Stelle über ein paar Felsen. Man kommt schließlich an einem felsigen Grat an und hält sich danach links, geht über ein paar felsige Stufen und kommt schließlich zum Gipfelkreuz der Hinteren Goinger Halt. Der 360-Grad-Rundumblick kann von der gegenüberliegenden Fleischbank und dem Totenkirchl bis hinüber zum Zahmen Kaiser und den Chiemgauer Alpen und Richtung Süden dem Alpenhauptkamm mit den Hohen Tauern schweifen. Bergab geht es wieder den Aufstieg entlang zum Ellmauer Tor. Bergab sollte man bei dem losen Geröll Acht geben, schnell einmal fährt man mit dem Schotter Richtung Tal anstatt kontrolliert auf beiden Beinen. Zurück geht es durch das Kübelkar Richtung Gaudeamushütte. Nach einer kurzen Rast ist’s dann nicht mehr weit bis zur Wochenbrunner Alm.

»In das Herz des Wilden Kaisers, so könnte man die Tour auch beschreiben.«

Heiko Mandl, Fotograf

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