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A wie Anis Z wie Zitronenmelisse

Die Bergheimat

A wie Anis Z wie Zitronenmelisse

Die Wilde Kaiserin

A wie Anis Z wie Zitronenmelisse

Die Wilde Kaiserin

A wie Anis Z wie Zitronenmelisse

Hopfenzapfen, Gänseblümchen, Königskerze. Unsere Wälder und Wiesen sind voller gesunder und schmackhafter Kräuter. Die Breitenbacherin und Kräuterspezialistin Agnes Luger gewährt in der Bergheimat zukünftig Einblicke in die vielfältige Kräuterwelt.
TEXT: Adriane Gamper FOTO: GPhoto / Gerhard Flatscher
Über die schmale Treppe geht es nach oben. Mit jedem Schritt intensiviert sich ein Duftgemisch aus Pfefferminz, Lavendel und anderen nicht zuordenbaren Kräutern. Eine letzte Stufe. Die unter dem Giebel eingezogene Zwischendecke ist erreicht. Aufrecht stehen ist kaum möglich, teilweise ist der langgezogene Raum unter einem Meter hoch. Agnes Luger ist das egal, denn hier heroben ist der perfekte Platz für ihre Schätze. Himbeerblätter, Odermennig, Schafgarbe und vieles mehr

»Die Natur gibt uns alles, was wir für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden benötigen. Gegen akute Beschwerden genauso wie vorbeugend.«

Agnes Luger, Kräuterexpertin

liegen auf zwei ausgebreiteten Leintüchern. Aus einem großen Korb ragen die gelben Blüten des Steinklees. Auf kleinen Tabletts trocknen Lavendelbüschel, Kamillenblüten, Rosenblätter. »Die Rose hat eine besonders hohe Schwingung, die sehr heilend wirkt. Und ich liebe die Blütenblätter als bunte Farbtupfer in meinen Teemischungen.«

Gemischte Gesundheit

Agnes‘ Kräuterliebe hat vor über 30 Jahren begonnen. Damals liest sie von einer Kräuterwanderung in Hopfgarten, nimmt daran teil und ist fasziniert. »Ich konnte mir von den unzähligen besprochenen Pflanzen zwar nur einen Bruchteil merken, doch die Materie ließ mich nicht mehr los.« Weitere Wanderungen folgen, ihr Wissen rund um Kräuter und deren Wirkung wächst. Sie besorgt sich Fachliteratur, fängt an, immer mehr Pflanzen zu sammeln. Erst nur für ihre Familie, dann auch für Freunde und Bekannte. »Ich liebe es, Teemischungen herzustellen. Vom Husten- bis zum Entschlackungstee.« Über 50 verschiedene Kräuter warten inzwischen am Dachboden auf ihren Einsatz.

Glasparade

Nach ihrem Favoriten gefragt, kommt als Erstes die Schafgarbe. Ein echter Tausendsassa. »Aber auch Brennessel und Goldrute sind etwas Spezielles. Und dann natürlich die Meisterwurz. Schon allein ihr Duft ist einmalig.« In gebückter Haltung geht es weiter durch den Raum. In einem Regal stehen unzählige große, randvoll gefüllte Gläser. Rot. Gelb. Grün. Lila. Rotklee, Linden- und Hollerblüten. Im Kasten daneben stapeln sich weitere Gläser. Hopfenzapfen. Gänseblümchen. Lungenkraut. Gesammelt wird nur bei Trockenheit. Wenn das Wetter passt, startet Agnes ab dem Frühjahr ein-, zweimal die Woche los. Sie hat ihre Plätze, weiß, wo was wächst. Ungedüngt und ungespritzt ist wichtig. »Es ist mir dabei wichtig, die Natur zu achten und nicht auszubeuten. Ich ernte nie alles ab, sondern lasse einen Teil der Kräuter stehen, damit sie nachwachsen können.«

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